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Pflegestelle Perlé

Wenn wir die Schreie der, vom Menschen, gequälten Tiere hören müssten, wir ertrügen sie nicht. Wir verstopfen unsere Ohren.
(Luise Rinser)

Bild Die Plegestelle Perlé ist eine Pflegestelle für schwerstmisshandelte, behinderte, kranke, traumatisierte und verhaltensgestörte Tiere.

Die Arbeit mit Tieren ist mein Leben und ich werde alles dafür tun, damit es so bleibt.

So entstand dann auch die Idee in unserem Haus nicht nur eine Praxis zu eröffnen, sondern auch Tieren zu helfen, die noch keine Familie haben, die sich liebevoll um sie kümmern.

Ich traf auf der Suche, verschiedene Organisationen des Tierschutzes, Deutschland, Spanien, Griechenland oder Teneriffa, so wie einheimische Tierasyle. Ich erklärte, dass ich überzeugt davon bin, durch solche Verbindungen könnten viele Tierleben mehr gerettet werden. Natürlich kann ich nicht 10 oder 20 Tiere aufnehmen, aber aufgrund meiner Vorkenntnisse, vielleicht „Problemfälle“, wo andere Pflegestellen überfordert wären. Nach Kontrollen, vielen Gesprächen, einigen Telefonaten und Unmengen an Emails, war ich ehrenamtlich Mitarbeiterin des Tierschutzes mehrerer Organisationen.

Die Idee war geboren, Tieren eine Chance zu geben, die misshandelt oder vergessen wurden,  damit Verhaltensauffälligkeiten zeigten und keine Chance auf normale schnelle Vermittlung haben. In diesem Zusammenhang, möchte ich erwähnen, dass ich keine „Problemfälle“ importiere, sondern die Fehler unserer Gesellschaft korrigiere. So erhalten Tiere fachmännische Hilfe, die durch unsere „Wegwerfgesellschaft“  einfach entsorgt werden, ganz egal ob im Norden oder Süden, Osten oder Westen.


In einem sogenannten vereinigten Europa, dürfen doch sicher auch im Tierschutz keine Grenzen sein.

Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft.
(Theodor Heuss, Bundespräsident 1949 - 1959)

Oder glauben Sie in Ihrem eigenen Land, werden weniger Hunde nachgezüchtet, weniger ausgesetzt, nicht gequält, oder das Tierheim bleibt nicht überfüllt, nur weil man keine Hunde mehr aus dem Ausland mehr vermittelt? Weit gefehlt!

Nach langem Überlegen bin ich auf den Gedanken gekommen, die Kenntnisse meines Studiums in diese Arbeit einfließen zu lassen. Ich möchte verschiedenen Organisationen aus Luxemburg und anderen Ländern, den Tierheimen und Asylen die Möglichkeit geben, hier Hunde in Pflege zu schicken, die auf Grund ihrer Ängstlichkeit oder anderen Verhaltensauffälligkeiten bzw. seelischen und körperlichen Wunden, noch keine Chance haben vermittelt zu werden. Da ich selbst schon sehr lange Hunderfahrung habe, fällt es mir nicht schwer neben meinen eigenen vier Hunden, auch Pflegetiere zu betreuen.

So werden hier seit März 2006, schwerstmisshandelte, kranke, traumatisierte und behinderte Tiere aufgenommen, gepflegt, rund um die Uhr versorgt und Ihnen mit Hilfe der Organisationen und Tierheimen ein neues Zuhause gesucht.

Es entstand eine Pflegestelle mit Herz, in der die Tiere nicht einfach nur auf ihre „Adoptivfamilie“ warten, sondern in der sie aktiv betreut werden. Sie lernen die Familienbindung kennen und durch die Aufnahme im „hausinternen Hunderudel“ fällt es ihnen leichter sich einzugewöhnen.

Um den Tieren auch wirklich gerecht zu werden, ist die Aufnahme hier in Perlé leider begrenzt und somit auf maximal 4 schwere „Notfälle“ bzw. „Sorgenkinder“ beschränkt.


Gerne möchte ich noch etwas hinzufügen:

Ich werde oft von Menschen um Hilfe gebeten, ihr Tier, oder aus dem Ausland mitgebrachteTiere aufzunehmen. Im äußersten Notfall, tue ich das auch. Generell aber sind die Plätze hier auf der Pflegestelle für seelisch und körperlich kranke Tiere, die dennoch eine wirkliche Chance auf Vermittlung haben und schnellstmöglich in ihre Familie kommen können, wenn sie wieder zu Kräften gekommen sind. Ich kann keine gesunden Tiere aufnehmen, die Aufgrund aggressiver Verhaltensauffälligkeiten und fehlender Sozialisierung sich nicht ins Rudel einfügen und somit die Genesung und Entwicklung der anderen Tiere stören und sogar den Platz blockieren, der eigentlich für die armen Geschöpfe reserviert ist, die sonst in Tötungsstationen auf grausame Art und Weise ihr Leben lassen würden. Da ich alle Tiere auf der Pflegestelle frei laufen lasse und nicht in Zwinger sperre, ist so eine Aufnahme unmöglich und einfach nicht zu verantworten. Deshalb betone ich hier ganz ausdrücklich, ich bin kein Tierasyl, dass jedes Tier aufnehmen kann und auch keine Hundeschule, die solche Tiere den Umgang mit ihren Artgenossen vermittelt. Die Arbeit, welche ich sehr verantwortungsbewusst durchführe und die Zeit, die ich in dieses Projekt stecke, ist ausschließlich ehrenamtlich und deshalb erlaube ich auch selbst zu entscheiden, welches Tier aufgenommen werden kann. Ganz sicher hat jeder hierfür Verständnis, der Erfahrungen im Tierschutz und Kenntnisse der gemischten Rudelhaltung besitzt.

Verantwortlich ist man nicht nur, für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
(Laotse)


Die Arbeit der Pflegestelle in der Zusammenfassung:


* Betreuung und Pflege bis zur vollkommenen Genesung
* Vermittlung an verantwortungsbewusste Tierliebhaber
* Eingliederung in die neue Familie
* Kontrollbesuche bei den „Adoptiveltern“
* Betreuung auch nach der Adoption
* Ehemalige Pflegehunde können hier in Ferien
(dies ist allerdings kostenpflichtig)